Makonde, Südtansania / Nordostmosambik — Lipiko-Helmmaske (Mapiko), Frühes bis mittleres 20. Jahrhundert
Diese eindrucksvolle Helmmaske stammt von den Makonde, einem der bedeutendsten Schnitzervölker Ostafrikas, und gehört zur Tradition der sogenannten Lipiko- oder Mapiko-Masken. Die charakteristische rotbraune Färbung, die tief eingeschnitzten geometrischen Narbenzeichen auf Stirn und Wangen sowie die naturalistische Darstellung gezackter Zähne sind unverkennbare Merkmale dieser Maskenform. Getragen auf dem Kopf des Tänzers, leicht nach hinten geneigt, verkörperte sie den Geist eines Vorfahren, der anlässlich der Initiationsrituale junger Männer vorübergehend in die Welt der Lebenden zurückkehrte. Die kreisförmige Öffnung am Scheitel diente ursprünglich zur Befestigung von echtem Menschenhaar — ein weiteres typisches Merkmal dieser aus Tanzania und Mosambik stammenden Maskenform.
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900,00 €Preis
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